Tinnitus nach Konzert

Ein großes Risiko besteht bei Konzertbesuchen oder in einer Diskothek, daß man sich einen Hörsturz einfängt.
Die Symthome sind dann wie beim allgemeinen Tinnitus:
Pfeifen in einem oder beiden Ohren, häufig auch Zischen oder ein lauter Piepton.

Dazu kann bei einem Hörsturz noch eine starke Schwerhörigkeit kommen, man hört dann, als hätte man Watte in den Ohren.

 

Tinnitus nach einem Konzert

Wenn diese Symthome länger als ca.drei Tage anhalten, kann man von einem Schaden an den Ohren ausgehen.
Denn dann entstehen diese Geräusche höchstwahrscheinlich wirklich durch einen mechanischen Schaden im Kopf, nicht wie beim Tinnitus im Gehirn.

In diesem Fall sollten Sie schnellstens einen Ohrenarzt aufsuchen!

Denn wenn Sie hier keine Behandlung bekommen, kann der Schaden vielleicht später überhaupt nicht mehr repariert werden.

Ich würde sogar sagen:

Ein Hörsturz ist kein Tinnitus!

Ein Hörsturz kann auch durch einen lauten Knall ausgelöst werden, das wird sicher jeder wissen.
Auch dadurch kann den Ohren ein unreparierbarer Schaden zugefügt werden. Deshalb sollte man gerade an Silvester daran denken und die Knaller möglichst weit weg von sich selbst und anderen Menschen explodieren lassen.

Denn gerade an den Ohren kann man nicht mehr viel heilen, wenn einmal etwas ernsthaft kaputt ist.
Da helfen dann zwar Hörgeräte, aber die Ohren haben ja auch andere Funktionen, denken Sie nur mal an das Gleichgewichts – Gefühl!

Gerade, wenn Sie nach einem Hörsturz Schwindelanfälle bekommen, sollten Sie schnellstmöglich zum Arzt gehen.
Eine schnelle Diagnose kann dann vielleicht noch etwas retten.

Eine länger anhaltende Hörstörung kann, wie gesagt, kaum noch behandelt werden.

Am besten ist eine sinnvolle Vorbeugung.
Wenn Sie zum Beispiel zu einem Konzert gehen, nehmen Sie sich etwas als Schutz für das Gehör mit.
Die Bässe sind ja immer besonders laut, damit man sie nicht nur hören, sondern auch spüren kann.
Aber sie erzeugen doch schon einen enormen Druck, und auch wenn Sie sich nach den ersten Liedern an die Lautstärke gewöhnt haben, Ihre Ohren tun das nicht!

Sorgen Sie für einen Hörschutz, und halten Sie sich möglichst nicht in unmittelbarer Nähe zu den Boxen auf!

Bei Diskotheken ist das schon schwieriger, den mit den Ohrstöpseln kann man sich ja kaum unterhalten, wenn es mal ruhiger ist.
Und immer rein-raus ist auch nervig.
Auch hier ist es am besten, möglichst weit weg von den Lautsprechern zu sein.

Den Hörsturz werden Sie sicher am nächstem Morgen bemerken, oder vielleicht noch am selben Abend.

Schlimmer finde ich, wenn sich die Schädigung  erst im Laufe der Zeit einstellt, so nicht als akuter Hörsturz, sondern als echter Tinnitus, der oft erst nach ein paar Jahren richtig zu bemerken ist.
Rockmusiker könnten ein Lied davon singen (die singen aber was anderes).
Viele Musiker, die jahrelang auf der Bühne standen, haben diesen schleichend kommenden Tinnitus trotz Gehörschutz nicht bemerkt und jetzt so richtige Probleme, die aber kaum noch zu heilen sind.

Wenn Sie also oft auf Konzerte oder in die Disco gehen, sollten Sie Ihre Ohren unbedingt öfter checken.
Denn wenn der Tinnitus erst einmal mit aller Härte zugeschlagen hat und nicht mehr leiser wird oder von selbst weggeht, haben Sie verdammt schlechte Karten.

Dann ist eine Heilung sehr aufwendig oder gar nicht mehr möglich!

Und wenn Sie dann noch depressiv werden, ist der Wahnsinn schon ganz nah!

Lassen Sie es nicht erst soweit kommen! Beugen Sie vor!

 

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3 Antworten auf Tinnitus nach Konzert

  1. F.H. sagt:

    vollkommen übertrieben leuten angst machen. betser satz „Und wenn Sie dann noch depressiv werden, ist der Wahnsinn schon ganz nah!

    Lassen Sie es nicht erst soweit kommen! Beugen Sie vor!“ – was ein schwachsinn

    • Ralf Mirkow sagt:

      Mein guter Felix: Schon einmal schrilles Pfeifen in den Ohren oder im Kopf gehabt? Und das nicht nur kurzzeitig, sondern über Wochen und Monate? Nein, dann Glück gehabt. Das wünsche ich nicht mal meinen schlimmsten Feinden! Dann lieber eine Kugel,und aus. Aber lautstarken Tinnitus erdulden – das kann einen schon in den Wahnsinn treiben.

    • Klaus sagt:

      Das sieht nach einem ziemlich ignoranten (Ignoranz = Unwissen, Unkenntnis oder Missachtung) Kommentar aus. „Gehe hundert Schritte in den Schuhen eines anderen, wenn Du ihn verstehen willst.“ (indianisch)

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